[Flucht-KQ] Text fürs Kolloquium am 1. 12.
Gehring, Tobias
tobias.gehring at uni-bielefeld.de
Thu Nov 19 17:01:21 CET 2020
Liebe Ulrike, liebe alle,
vielen Dank für eure positiven und verständnisvollen Reaktionen auf meine vorige Mail; hier nun mein Text für das Kolloquium am 1. 12. (Theorie- und Forschungsstand-Kapitel).
Beim Verfassen dieses Textes stand ich vor verschiedenen inhaltlichen Herausforderungen; meine Hauptfrage ist, ob ihr den Umgang mit diesen nachvollziehbar und angemessen findet:
- Es gibt praktisch keinen Forschungsstand zu Diskursen/Berichterstattung über Flüchtlinge in ugandischen Medien. Die Darstellung des Forschungsstandes muss sich daher auf Studien aus anderen Ländern konzentrieren, kann jedoch nicht den Forschungsstand zur Berichterstattung über Flüchtlinge in Medien aus jedem Land en detail diskutieren. Daher formuliere ich an verschiedenen Stellen eher allgemeine Aussagen, die dann anhand von Beispielen mit Forschungen aus verschiedenen Ländern illustriert werden. (Sind das zu viele/zu wenige Beispiele?)
- Ich baue auf theoretischen Überlegungen Michel Foucaults zu Diskursen und Subjekten auf. Foucault hat jedoch keine einheitliche Theorie hinterlassen, sondern verschiedene Konzepte. Außerdem hat sich sein Denken kontinuierlich verändert und wurde in unterschiedlicher Weise adaptiert und interpretiert. Es gibt daher nicht die eine foucaultsche/diskursanalytische Perspektive auf Diskurse und Subjekte. Um dem zu begegnen, benenne ich im Text explizit, dass ich hier lediglich meine Interpretation/Adaption des foucaultschen Werkzeugkastens (bzw. einiger Elemente daraus) darstelle.
- Ich untersuche Diskurse anhand von Medien. In Medien zutage tretende Diskurse sind jedoch nicht auf Medien beschränkt, da gleichartige diskursive Aussagen auch in anderen Diskursfeldern auftauchen können. Ich konzentriere mich daher vorrangig auf Forschungen mit Medien, gehe jedoch auch an manchen Stellen auch auf Diskurse über Flüchtlinge in anderen Feldern ein, um derartige Querverbindungen zu illustrieren.
- Der theoretische Hintergrund zu Diskursen und Subjekten erscheint recht komplex und weicht von alltäglichen Vorstellungen über Subjekte, Wissen und Sprache ab. Daher habe ich mich entschlossen, zuerst den theoretischen Hintergrund allgemein, mithilfe (hoffentlich) passender Beispiele aus ganz verschiedenen Kontexten, darzustellen, und ihn erst danach auf Flüchtlinge zu beziehen.
Viele Grüße
Tobias
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Tobias Gehring, Universität Bielefeld
BGHS: Doktorand (Discourses on Refugees in Ugandan Print Media: Groups, Voices, and the Conflictual Role of National Categories)
Ehemals Lehrbeauftragter an der AG Soziologie der Transnationalisierung (Fakultät für Soziologie) sowie an der AG Migrationspädagogik und Kulturarbeit (Fakultät für Erziehungswissenschaft)
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