[Gfgi] Erneuerung der GfGI, Mitgliederversammlung, Satzungsänderung

Manfred Ehlers mehlers at igf.uni-osnabrueck.de
Do Sep 1 22:32:48 CEST 2016


Liebe GfGI-Mitglieder,

leider ist es mir nicht möglich, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Daher meine kurze E-Mail zum Thema Neugründung als nicht-gemeinnütziger Verein. Wiewohl ich alle Aktivitäten zur Wiederbelebung der Gesellschaft gut finde, meine ich, dass der gemeinnützige Status auf jeden Fall aufrecht erhalten werden sollte. Ich unterstütze daher nachdrücklich die Argumente und Stellungnahmen von Klaus Greve und Jochen Schiewe.

Viele Grüße und ein gutes Händchen am 8. September,

Manfred Ehlers

Dr. Manfred Ehlers
Professor for GIS and Remote Sensing (em.)
Institute for Computer Science
University of Osnabrueck
D-49076 Osnabrueck, Germany
Fon: +49 (0) 541 969-3910
Fax: +49 (0) 541 969-3939
E-Mail: manfred.ehlers at uos.de



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: gfgi-bounces at list.serv.uni-osnabrueck.de [mailto:gfgi-bounces at list.serv.uni-osnabrueck.de] Im Auftrag von Klaus Greve
Gesendet: Montag, 29. August 2016 15:13
An: GfGI <gfgi at list.serv.uni-osnabrueck.de>
Betreff: [Gfgi] Erneuerung der GfGI, Mitgliederversammlung, Satzungsänderung



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Roland Wagner hat als Präsident der GfGI mit seiner Mail vom 13.8. zur Mitgliederversammlung am 8. September in Berlin und zur Konsoldierung des Erneuerungsprozesses der GfGI aufgerufen.  Mit dieser Mail in die breite Runde möchte ich seinen Aufruf ausdrücklich unterstützen: Kommt zur Mitgliederversammlung, lasst uns die Erneuerung der GfGI konkret angehen.

Bisher ist die Erneuerung der GfGI nur von wenigen Mitgliedern in kleiner Runde diskutiert worden. Auf der letzten AGIT gab es eine Diskussionsveranstaltung, Roland  hat programmatische Mails ausgesandt, auf die wenig Reaktionen erfolgt sind.  Ich finde: Zur Vorbereitung weitergehender Beschlüsse bedarf es einer breiteren Diskussion, die ich hiermit anstoßen möchte.  Insbesondere muss der von Roland entwickelte Entwurf einer neuen Satzung diskutiert werden.

Hier also mein Versuch, eine Diskussion anzustoßen:

An den großen Geoinformatikstandorten wie beispielsweise Salzburg, München, Heidelberg, Bonn, Berlin und Münster gibt es enge und sehr fruchtbare Kooperationen zwischen der Hochschulszene, der Industrie und den Entwicklern. Diese positiven Erfahrungen auf die Arbeit der GfGI anzuwenden und die GfGI stärker zu öffnen, halte ich für ausgesprochen zielführend und wichtig.  Die von Roland entwickelte Satzung spiegeln diese Veränderung deutlich wieder.

Einzelne Details der Satzung halte ich allerdings nicht für dringend zielführend. Folgend 3 Punkte sollten aus meiner Sicht anders gefasst werden.

1. Status als wissenschaftliche Gesellschaft 2. Aufgabe der Gemeinnützigkeit 3. Name der Gesellschaft


Zu 1. Status als wissenschaftliche Gesellschaft

Eine wesentliche Aufgabe der GfGI ist es, die Randbedingungen von Forschung und Entwicklung im Bereich der Geoinformatik zu verbessern.
Dazu muss Sie zu
Gesetzesvorhaben, Förderprogrammen, universitären Curriculla und gesellschaftlichen Debatten Stellung nehmen können. Erfolgreich ist sie dabei nur, wenn sie nicht als Lobbyorganisation, sondern als unabhängige wissenschaftliche Gesellschaft wahrgenommen  wird. Wesentliche Randbedingungen werden durch die anstehenden Regulationen für Drohnen, autonome Autos, Open Data und GDI- Gesetzgebung, Datenschutzbestimmungen für räumlich aufgelöste Daten und vieles mehr gesetzt. Hier lohnt es, sich in die Debatte einzumischen. Sind wir nur ein Lobbyverband, geht unsere Stimme unter. Als unabhängige wissenschaftliche Gesellschaft finden wir Gehör.

Zu 2. 2. Aufgabe der Gemeinnützigkeit
Aus dem ersten Argument folgt bereits, dass die Gemeinnützigkeit des Vereins wichtig ist. Die Unabhängigkeit der Wissenschaft hängt unmittelbar an der Gemeinnützigkeit.  Darüber hinaus halte ich einen nicht gemeinnützigen Verein für eine sehr schwierige Konstruktion. Er ist genauso steuer- und abrechungspflichtig wie eine Firma, lässt sich aber viel schlechter steuern, da er als Steuerungsgremium weiterhin den Vorstand hat, dessen Mitglieder mit ihrem Privatvermögen haften.  Eine Kommerzialisierung der GfGI halte ich weder für nötig noch sinnvoll. Es gibt hinreichend schlechte Beispiele für gescheiterte kommerzielle Geo-Verbände wie CeGI, CFGI, AIR und vielleicht sogar den DDGI. Ich halte es für geschickter, dass wir ähnlich wie andere Vereine, eine kommerzielle Firma für steuerpflichte Operationen im Besitz des Vereins gründen. Die Gründung, beispielsweise als „kleine GmbH“, also als UG (haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft) ist wenig aufwändig und kann einschließlich Stammkapital aus dem Vereinsvermögen erfolgen.


3. Name der Gesellschaft

Die Namensänderung in Gesellschaft für Geoinformatik, GeoIT finde ich ausgesprochen zielführend. Ob aber der weitere Zusatz und Navigation alle Mitglieder hinreichend repräsentiert, ist diskussionswürdig.
Navigation ist sicherlich ein wichtiges Feld der Geoinformatik. Aber andere sind es in ähnlicher Weise, insbesondere Bereiche wie Fernerkundung und Erdbeobachtung, Planungs- und Umweltanwendungen, Geosimulation oder andere. Daher macht es wenig Sinn, einen Begriff von vielen möglichen und sinnvollen im Namen zu verankern.

Soviel zu meinen ersten Einstiegspunkten zur Diskussion. Ich würde mich über jede Form von Reaktion sehr freuen.

Beste Grüße
                Klaus Greve
-- 
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Prof. Dr. Klaus Greve
7.05.459E 50.43.609N
klaus.greve at uni-bonn.de
http://www.geographie.uni-bonn.de/greve
Geographisches Institut der Universitaet Bonn
Postfach 1147   Tel +49 +228 73-5596
D-53001 Bonn    Fax +49 +228 73-9658

Sprecher des Zentrum für Fernerkundung
der Landoberflaeche an der Universitaet Bonn http://www.zfl.uni-bonn.de/
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