[Gfgi] Erneuerung der GfGI, Mitgliederversammlung, Satzungsänderung

Tobia Lakes Tobia.Lakes at geo.hu-berlin.de
Fr Sep 2 10:29:20 CEST 2016


Liebe GfGI-Mitglieder,

vorab noch einmal, dass ich die Wiederbelebung der GfGI insbesondere 
durch Roland Wagner und auch durch Andere hervorragend finde und sehr 
begrüßenswert!

Auch von meiner Seite allerdings die Unterstützung der vorherigen 
Argumente und Sichtweisen. Wie auch Jochen Schiewe u.a. war ich bei der 
Mitgliederversammlung bei der AGIT dabei und hatte dort schon meine 
Sichtweise zum Ausdruck gebracht, die ich hier gern noch einmal teile:

Den Status einer wiss. Gesellschaft und eines gemeinnützigen Vereins 
würde ich unbedingt beibehalten aus den unten schon mehrfach genannten 
Gründen. Klaus Greve zeichnet eine mögliche Variante auf.

Bei der Namensänderung unterstütze ich ebenfalls die Sicht von den 
vorherigen Beiträgen. Eine Erweiterung um den Begriff GeoIT finde ich 
nachvollziehbar und machbar, so dass sich auch neue Mitglieder besser 
darunter wiederfinden können.

Navigation in den Titel zu nehmen, scheint mir dagegen weniger passend. 
Es ist ein sehr wichtiger Anwendungsbereich, aber eben einer neben 
vielen anderen, die von den Mitgliedern des Vereins besetzt werden. Es 
gab in Salzburg eine längere Diskussion dazu, dass dann auch Begriffe, 
wie Erdbeobachtung, Umweltmonitoring, Gesundheit, Planung, Smart Cities 
etc. auftauchen könnten.
Was die GfGI auszeichnet, ist aus meiner Sicht das gemeinsame 
methodische Interesse an Geoinformatik (und GeoIT) für verschiedene 
Anwendungen. Sei es nun für Navigation oder andere Anwendungen.

Ich fänd es daher gut, wenn diese Gemeinsamkeit auch im Namen 
Geoinformatik/GeoIT deutlich wird. Es gibt ja durchaus die Möglichkeit, 
entsprechende Arbeitskreise oder Aufgabenfelder zu definieren und 
gründen, die sich anwendungsspezifisch ausrichten, z.B. zur Navigation. 
Ein anderer AK könnte sich mit der Aktualisierung des Kerncurriculums 
beschäftigen oder mit methodischen Schwerpunkten zu Simulationsmodellen. 
So kann ich mir vorstellen, dass es unter dem Dach Geoinformatik/GeoIT 
neben einem AK Navigation dann weitere AK geben kann, je nach 
Schwerpunkt der Mitglieder.

Soweit erst einmal. Ich werde auch am Donnerstag dabei sein und bin 
gespannt auf die Diskussion.

Mit besten Grüßen

Tobia Lakes




Am 01.09.2016 um 22:39 schrieb Peter Baumann:
> Hallo liebe alle,
>
> geht mir ebenso: ich kann leider nicht teilnehmen. Aber eine Stimme in der
> Diskussion sei erlaubt:
>
> Ich bin genau der Meinung des Kollegen Ehlers: lasst uns nicht den
> gemeinnützigen Status aufgeben. Er ist mehr als nur "vorteilhaft", es ist ein
> Status, der uns insbesondere Gehör und Respekt verschafft.
>
> my 2 cents,
> Peter Baumann
>
>
> On 09/01/2016 10:32 PM, Manfred Ehlers wrote:
>> Liebe GfGI-Mitglieder,
>>
>> leider ist es mir nicht möglich, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Daher meine kurze E-Mail zum Thema Neugründung als nicht-gemeinnütziger Verein. Wiewohl ich alle Aktivitäten zur Wiederbelebung der Gesellschaft gut finde, meine ich, dass der gemeinnützige Status auf jeden Fall aufrecht erhalten werden sollte. Ich unterstütze daher nachdrücklich die Argumente und Stellungnahmen von Klaus Greve und Jochen Schiewe.
>>
>> Viele Grüße und ein gutes Händchen am 8. September,
>>
>> Manfred Ehlers
>>
>> Dr. Manfred Ehlers
>> Professor for GIS and Remote Sensing (em.)
>> Institute for Computer Science
>> University of Osnabrueck
>> D-49076 Osnabrueck, Germany
>> Fon: +49 (0) 541 969-3910
>> Fax: +49 (0) 541 969-3939
>> E-Mail: manfred.ehlers at uos.de
>>
>>
>>
>> -----Ursprüngliche Nachricht-----
>> Von: gfgi-bounces at list.serv.uni-osnabrueck.de [mailto:gfgi-bounces at list.serv.uni-osnabrueck.de] Im Auftrag von Klaus Greve
>> Gesendet: Montag, 29. August 2016 15:13
>> An: GfGI <gfgi at list.serv.uni-osnabrueck.de>
>> Betreff: [Gfgi] Erneuerung der GfGI, Mitgliederversammlung, Satzungsänderung
>>
>>
>>
>> Liebe Kolleginnen und Kollegen,
>>
>> Roland Wagner hat als Präsident der GfGI mit seiner Mail vom 13.8. zur Mitgliederversammlung am 8. September in Berlin und zur Konsoldierung des Erneuerungsprozesses der GfGI aufgerufen.  Mit dieser Mail in die breite Runde möchte ich seinen Aufruf ausdrücklich unterstützen: Kommt zur Mitgliederversammlung, lasst uns die Erneuerung der GfGI konkret angehen.
>>
>> Bisher ist die Erneuerung der GfGI nur von wenigen Mitgliedern in kleiner Runde diskutiert worden. Auf der letzten AGIT gab es eine Diskussionsveranstaltung, Roland  hat programmatische Mails ausgesandt, auf die wenig Reaktionen erfolgt sind.  Ich finde: Zur Vorbereitung weitergehender Beschlüsse bedarf es einer breiteren Diskussion, die ich hiermit anstoßen möchte.  Insbesondere muss der von Roland entwickelte Entwurf einer neuen Satzung diskutiert werden.
>>
>> Hier also mein Versuch, eine Diskussion anzustoßen:
>>
>> An den großen Geoinformatikstandorten wie beispielsweise Salzburg, München, Heidelberg, Bonn, Berlin und Münster gibt es enge und sehr fruchtbare Kooperationen zwischen der Hochschulszene, der Industrie und den Entwicklern. Diese positiven Erfahrungen auf die Arbeit der GfGI anzuwenden und die GfGI stärker zu öffnen, halte ich für ausgesprochen zielführend und wichtig.  Die von Roland entwickelte Satzung spiegeln diese Veränderung deutlich wieder.
>>
>> Einzelne Details der Satzung halte ich allerdings nicht für dringend zielführend. Folgend 3 Punkte sollten aus meiner Sicht anders gefasst werden.
>>
>> 1. Status als wissenschaftliche Gesellschaft 2. Aufgabe der Gemeinnützigkeit 3. Name der Gesellschaft
>>
>>
>> Zu 1. Status als wissenschaftliche Gesellschaft
>>
>> Eine wesentliche Aufgabe der GfGI ist es, die Randbedingungen von Forschung und Entwicklung im Bereich der Geoinformatik zu verbessern.
>> Dazu muss Sie zu
>> Gesetzesvorhaben, Förderprogrammen, universitären Curriculla und gesellschaftlichen Debatten Stellung nehmen können. Erfolgreich ist sie dabei nur, wenn sie nicht als Lobbyorganisation, sondern als unabhängige wissenschaftliche Gesellschaft wahrgenommen  wird. Wesentliche Randbedingungen werden durch die anstehenden Regulationen für Drohnen, autonome Autos, Open Data und GDI- Gesetzgebung, Datenschutzbestimmungen für räumlich aufgelöste Daten und vieles mehr gesetzt. Hier lohnt es, sich in die Debatte einzumischen. Sind wir nur ein Lobbyverband, geht unsere Stimme unter. Als unabhängige wissenschaftliche Gesellschaft finden wir Gehör.
>>
>> Zu 2. 2. Aufgabe der Gemeinnützigkeit
>> Aus dem ersten Argument folgt bereits, dass die Gemeinnützigkeit des Vereins wichtig ist. Die Unabhängigkeit der Wissenschaft hängt unmittelbar an der Gemeinnützigkeit.  Darüber hinaus halte ich einen nicht gemeinnützigen Verein für eine sehr schwierige Konstruktion. Er ist genauso steuer- und abrechungspflichtig wie eine Firma, lässt sich aber viel schlechter steuern, da er als Steuerungsgremium weiterhin den Vorstand hat, dessen Mitglieder mit ihrem Privatvermögen haften.  Eine Kommerzialisierung der GfGI halte ich weder für nötig noch sinnvoll. Es gibt hinreichend schlechte Beispiele für gescheiterte kommerzielle Geo-Verbände wie CeGI, CFGI, AIR und vielleicht sogar den DDGI. Ich halte es für geschickter, dass wir ähnlich wie andere Vereine, eine kommerzielle Firma für steuerpflichte Operationen im Besitz des Vereins gründen. Die Gründung, beispielsweise als „kleine GmbH“, also als UG (haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft) ist wenig aufwändig und kann einschließlich Stammkapital aus dem Vereinsvermögen erfolgen.
>>
>>
>> 3. Name der Gesellschaft
>>
>> Die Namensänderung in Gesellschaft für Geoinformatik, GeoIT finde ich ausgesprochen zielführend. Ob aber der weitere Zusatz und Navigation alle Mitglieder hinreichend repräsentiert, ist diskussionswürdig.
>> Navigation ist sicherlich ein wichtiges Feld der Geoinformatik. Aber andere sind es in ähnlicher Weise, insbesondere Bereiche wie Fernerkundung und Erdbeobachtung, Planungs- und Umweltanwendungen, Geosimulation oder andere. Daher macht es wenig Sinn, einen Begriff von vielen möglichen und sinnvollen im Namen zu verankern.
>>
>> Soviel zu meinen ersten Einstiegspunkten zur Diskussion. Ich würde mich über jede Form von Reaktion sehr freuen.
>>
>> Beste Grüße
>>                  Klaus Greve


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Prof. Dr. Tobia Lakes

Applied Geoinformation Science/Angewandte Geoinformatik

Humboldt-Universitaet zu Berlin
Department of Geography
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Tel: +49-30-2093-6873
Email: Tobia.Lakes at geo.hu-berlin.de




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