[Linguistik] Vortrag, Donnerstag, 20.12.2018, 18.15-19.45 Uhr, in 11/211
Trudel Meisenburg
tmeisenb at uos.de
Di Dez 18 17:41:44 CET 2018
Das Linguistische Kolloquium des Fachbereichs Sprach- und
Literaturwissenschaft lädt ein zu einem Vortrag von
Prof. Dr. Constanze Weth (Universität Luxemburg)
Grammatische Marker in der deutschen und französischen Orthographie und
deren Erwerb am Ende der Grundschule
Wann: Donnerstag, 20.12.2018, 18.15-19.45 Uhr
Wo: 11/211 (im „Schloss“, Neuer Graben 29)
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Abstract
Grammatische Marker sind ein Bereich der Orthographie, der für viele
Lernende besonders schwierig zu erwerben ist (Fayol et al. 2006; Funke
2017). Das liegt unter anderem daran, dass diese orthographischen Marker
keine Entsprechung in der gesprochenen Sprache aufweisen. Wesentlicher
scheint zudem zu sein, dass eine korrekte Setzung dieser Marker eine
grammatische Analyse der Äußerung voraussetzt, also über die
Worteinheit hinausgeht. In dem Vortrag steht das Schreiben der nominalen
Großschreibung im Deutschen und der Pluralmarkierung im Französischen
von Fünftklässlern in Luxemburg im Fokus. Beide Sprachen sind für die
Schüler/innen Fremdsprachen. Allerdings ist Deutsch Alphabetisierungs-
und Unterrichtssprache in der Grundschule, Französisch kommt als zweite
Schriftsprache ab der dritten Klasse hinzu. Der Beitrag stellt die
Ergebnisse zweier Interventionsstudien mit je ca. 200 Fünftklässlern vor
(Bilici et al. accepted; Bilici et al. in prep.). Die Ergebnisse aller
Studien zeigen, dass sich die Schüler/innen mit einer systematisch
linguistischen Förderung im Schreiben der grammatischen Marker
signifikant verbessern. Sie zeigen auch, welche linguistischen
Einflussfaktoren (lexikalisch-semantisch, Wortart, Position) besonders auf
die Förderung angesprochen haben. Schließlich legen die Ergebnisse nahe,
welche spezifischen Herausforderungen in den verwendeten Förderansätzen
für die Schülergruppe in Luxemburg liegen.
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